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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Elisabeth in Grünstadt gehören.

Bockenheim

St. Aegidius

St. Lambert

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Boßweiler

St. Oswald

Vierzehn Nothelfer

Mariä Himmelfahrt

St. Barbara

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Dirmstein

St. Laurentius

St. Jakobus

St. Bartholomäus

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Grünstadt

St. Peter

St. Valentin

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Kirchheim-Bissersheim

St. Johannes der Täufer

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Sausenheim-Neuleiningen

St. Stephanus

St. NIkolaus

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Heimat

Als sie aufbrachen, wussten sie nicht, wie ihr Ziel aussehen würde. Sie wussten nur: Eine solche Sehnsucht hatten sie nie zuvor gespürt. Sie hatten diesen Stern gesehen. Und beschlossen, ihm zu folgen.Verrückt haben viele gesagt. Jetzt sind sie hier, in diesem fremden Land und nichts ist da, was ihnen vertraut wäre: die Sprache nicht, die Religion nicht, auch die Geräusche und Gerüche nicht. Und dennoch spüren sie, sie werden hier Heimat finden. Erlösung, denken sie, auch wenn sie nicht genau erklären können, was sie damit meinen. 

Als sie nach dem neugeborenen Kind, dem König, fragen, will man sie abwimmeln. Seht ihre merkwürdige Kleidung, hört ihren Akzent, mustert das große Fernrohr. Ein König? Draußen vor der Stadt? Unmöglich! hören sie. Aber sie sehen auch die Verunsicherung in den Augen. 

Sie lassen die Stadt hinter sich. Halten die Geschenke fest in den Händen, das Wertvollste, das Heiligste, das Liebste, was sie haben.

Vertrauen dem Stern, der sie bis hier gebracht hat. Und der sie führen wird. Zu dem unbekannten Gott.

Nach Matthäus, Kapitel 2. Verse 1 - 12

Retter

Weihnachten

Die Nacht ist kühl. Tau liegt auf dem Gras, ein heller Streifen hinter den Dächern kündigt die Morgendämmerung an. Die Wände sind roh zusammengezimmert, das Dach ist niedrig. Vorsichtig treten sie näher.

„Das Kind in ihrem Arm, so winzig“, denkt er, „sieht aus wie alle Neugeborenen und dieser kleine Kerl soll ein König sein?“

Aber er hat sie gehört, die Stimme in der Nacht und er war nicht betrunken, sie alle hatten sie gehört, und da war dieser Glanz, nie hatte er etwas so klar verstanden: „Fürchtet euch nicht, für euch ist heute der Retter geboren.“ Nicht, dass er sich von Parolen beeindrucken ließe, aber diese Worte! Sein Herz wurde warm. Wenn es wahr wäre: Ein Retter für uns. Warum hören WIR das? WIR hier draußen!? Nicht die Frommen, nicht die wichtigen Leute?

Er kann es nicht abtun, will es glauben, will es sehen. Und nun steht er da und ihm fehlen die Worte.

Als ob er sich je um einen Gott gekümmert hätte, aber dieser hier, nicht reicher als er, nicht mächtiger? Wenn es so wäre, dann würde alles anders.

Nach Lukas, Kapitel 2 Verse 8 -21

Gut ankommen!

4. Advent

„Komm gut an!“ sagen wir manchmal, wenn sich einer auf eine längere Reise begibt.                                                                         

„Komm gut an!“ könnten wir auch am Beginn des Advents wünschen – denn Advent heißt übersetzt „Ankunft“. Der Advent ist so etwas wie ein Weg auf ein Ziel hin. Ein Weg auf Weihnachten zu. Ein Weg der uns einstimmen will auf das Ereignis, das wir am Weihnachtsfest feiern: die Geburt Jesus.                                                                                                           

Das bedeutet aber, dass nicht nur wir einen Weg auf Gott zu machen.

Auch Gott macht sich auf den Weg zu uns, will uns Menschen nahekommen. Er will mit seinen Geschöpfen das Leben teilen, ihnen nahe sein, ihnen begegnen. Und echte Begegnung geht nur auf Augenhöhe, eben von Mensch zu Mensch. Echte Begegnung möchte keine Distanz – sie möchte gewissermaßen von Herz zu Herz geschehen. Gott will immer wieder aufs Neue ankommen.

Und vor dem Ankommen – des Menschen bei Gott und Gottes beim Menschen – liegt immer der Weg, die Zeit, die es braucht sich kennenzulernen und sich näher zu kommen. So kann der Advent solch eine Zeit werden – eine Zeit Gott wieder näher zu kommen, ihn wieder neu kennenzulernen in den Geschichten über ihn, die wir aus der Bibel haben und in den Erfahrungen, die ich selbst und andere mit ihm gemacht haben. Vielleicht sind diese Impulse für den Advent eine Möglichkeit, sich selbst und ihm ein wenig näher zu kommen. Vielleicht schenken sie die nötige Ruhe und Besinnung, dass auch Gott uns näherkommen kann, weil wir auch einmal still werden und anhalten in unserem Alltag. 

Weil wir uns in dieser oft so „eiligen Zeit“ auch kleine „heilige Zeiten“ gönnen sollten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine „gute Reise“ durch den Advent. „Kommen Sie gut an“ – und vor allem: „Lassen Sie auch Gott gut ankommen in Ihrem Herzen.“

Kein Platz in der Herberge

3. Advent

Nervös, abgehetzt, gestresst,

ausgelastet durch Arbeit und Verpflichtungen.

Mein adventlicher Terminkalender ist voll.

Du fragst, ob ich Platz habe für dich?

Du willst bei mir wohnen?

Warum ausgerechnet bei mir?

Tut mir leid, Jesus,

aber im Augenblick ist in meinem Leben wirklich überhaupt nichts mehr frei.

Du bist nicht sehr anspruchsvoll?

Bist es gewohnt, auf Stroh zu schlafen?

Brauchst nicht viel Platz?

Nun ja, kurz vorm Einschlafen könnte ich in meinem Kopf etwas frei machen für dich.

Du meinst, das reicht?

Damit gibst du dich zufrieden?

Verzeih meine Engherzigkeit!

Lass uns zusammen meinen Tag überprüfen und endlich alles entfernen, was sich längst viel zu breit gemacht hat.

Bestimmt ist dann viel mehr Platz für dich als ich dachte!

Die Hirten - Hellwach auf dem Weg

2. Advent

Die Hirten machen nichts Besonderes. Sie haben keinen Adventskranz und keine Kerzen, kein Adventskalender bereitet sie vor. Die Hirten waren bei ihren Herden. Sie gingen ihrer ganz normalen Arbeit nach. Aber dort, in ihrer alltäglichen Umgebung, sind sie hellwach. Dort öffnen sie Augen und Ohren. Sie nehmen wahr, was sich zeigt. Sie sind offen für das, was ihnen begegnet. So hören sie das Wort des Engels. So sehen sie das Licht in der dunklen Nacht. Wie die Hirten zu leben, könnte also heißen, offen zu sein für die Zeichen, die sich im ganz Alltäglichen zeigen. Aufmerksam zu werden auf das, was das Leben hell macht. Ein waches Ohr zu haben für ein Wort, das den Weg weist. In dieser Haltung entdecken Sie vielleicht mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Beispielsweise könnte ein Werbespruch für Sie noch einmal eine ganz andere Bedeutung haben. Oder Sie hören einen Schlager im Radio und fragen sich, warum Sie sich davon angesprochen fühlen. Oder es läuft Ihnen die Nachbarin über den Weg und der kleine Wortwechsel klingt in Ihnen noch nach.

Die Hirten machen sich auf den Weg. Sie brechen auf. Sie bleiben nicht am warmen Feuer sitzen, sondern folgen dem Wort, das sie vernommen haben. Wer an der Weihnachtskrippe ankommen will, der macht sich auf; der bleibt nicht stehen; der geht seinen Weg. Das lässt sich an den Hirten ablesen. Im Blick auf die Hirten könnten Sie sich also fragen: Was muss ich noch tun, damit ich an der weihnachtlichen Krippe ankomme? Das kann ein Weg sein, der noch zu gehen ist, oder ein Mensch, mit dem Sie sich noch aussprechen möchten oder eine stille Zeit, in der Sie sich innerlich bereiten. Wie sieht Ihr persönlicher Weg auf Weihnachten hin aus? Vielleicht fällt es Ihnen beim Lesen dieser Zeilen ganz spontan ein, weil Sie es im Gespür haben, vielleicht meldet es sich aber auch erst, wenn Sie darüber nachdenken…

Und dann ist da noch die Sehnsucht! Die Hirten hätten sich kaum auf den Weg gemacht, wenn die Botschaft des Engels nicht ihre Sehnsucht angesprochen hätte. Sie hätten ihre Herde kaum allein gelassen, wenn nicht ihr Herz so freudig geschlagen hätte. Was sie und viele andere sich erträumt und erhofft hatten, wovon man schon seit langem sprach, sollte jetzt in Erfüllung gehen. Die Botschaft des Engels trifft die Sehnsucht, die tief in ihnen da ist. Und das bewegt sie. Achten Sie doch einmal auf die Sehnsucht, die Sie im Blick auf Weihnachten haben. Was wünschen Sie sich? Was erhoffen Sie sich ganz konkret? Wenn Sie wollen, blicken Sie bei einer Tasse Tee voraus auf die kommenden Tage. Ihre Hoffnungen und Wünsche dürfen Sie als einen Schatz betrachten. Sie machen Sie offen für Gottes Botschaft. Es ist die Weise, wie Gott Sie ganz persönlich anspricht. Weil die Hirten ihrer Sehnsucht folgen, kommen sie an der Krippe an.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie in diesen Tagen hellwach unterwegs sind.

Krippenlandschaft an der Heiligenkirche in den Bockenheimer Weinbergen

„Auf dem Weg nach Weihnachten bist du nicht allein…“

so beginnt ein Lied, das uns schon mehrfach durch die Vorbereitung zum Krippenspiel begleitet hat. In diesem Jahr werden wir es nicht gemeinsam singen können. Vieles wird in der vor uns liegenden Adventszeit anders sein als wir es gewohnt sind. Lieb gewonnene Traditionen können nicht in gewohnter Weise stattfinden.

So wurde die Idee geboren eine veränderliche Krippenlandschaft an der Heiligenkirche aufzubauen. Verbunden mit dem Wunsch hierfür möglichst nichts kaufen zu müssen, wurden die Figuren aus Papier gefaltet und die Landschaft aus Restholz und gesammelten Naturmaterialien gestaltet.

Die Szenen werden jede Woche wechseln und durch einen passenden Impuls von Alexandria Pfeifer, der sowohl an der Kapelle aushängt als auch auf der Homepage zu finden sein wird, begleitet. Auf der Homepage werden auch die Bilder der einzelnen Szenen veröffentlicht.

Das Lied geht übrigens so weiter:

„…und viele sind schon unterwegs, um bald beim Kind zu sein.“

In diesem Sinne wünschen wir uns viele Besucher, die sich auf den Weg durch die Bockenheimer Weinberge zur Kapelle machen und hier einen besinnlichen Anlaufpunkt in der Adventszeit finden. Vielleicht entstehen in diesem Jahr, das so ganz anders ist, neue Traditionen.

Eva Kummermehr & Alexandria Pfeifer für den Gemeindeausschuss Bockenheim

Webgeschreibung

Wegbeschreibung über Google Maps:

https://www.google.com/maps/place/Heiligenkirche/@49.6022221,8.1685609,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47962574ffc82109:0xbfab57247df5981d!8m2!3d49.6022221!4d8.1707496 

Die Kirche befindet sich in den Weinbergen und ist nur über Wirtschaftswege zu erreichen. Wir empfehlen daher, innerhalb von Bockenheim zu Parken (z.B. in der Nähe der Kirche, Stiegelgasse 10) und den Rest zu Fuß zu gehen - und dabei die Landschaft und den Ausblick zu genießen. Entfernung ca. 900m, ca, 15 min stetig bergauf. 

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