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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Elisabeth in Grünstadt gehören.

Bockenheim

St. Aegidius

St. Lambert

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Boßweiler

St. Oswald

Vierzehn Nothelfer

Mariä Himmelfahrt

St. Barbara

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Dirmstein

St. Laurentius

St. Jakobus

St. Bartholomäus

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St. Peter

St. Valentin

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St. Johannes der Täufer

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Sausenheim-Neuleiningen

St. Stephanus

St. NIkolaus

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Fastenzeit an der Heiligenkirche auf dem Bockenheimer Berg

Ja ist denn noch Weihnachten?

 „Ja ist denn noch Weihnachten? Bereiten wir uns inzwischen denn nicht auf die  Osterzeit vor?“,

wird sich so mancher fragen, der das erste Bild am Sonntag vor Aschermittwoch im Kapellsche von Bockenheim betrachtet.

Wie in der Advents- und Weihnachtszeit spielt ein leuchtender Stern eine wichtige Rolle. So erinnern die ersten beiden Bilder und Texte der Szenen in der Kapelle in den Bockenheimer Weinbergen tatsächlich eher an Weihnachten als an die Wirkungs- und Leidenszeit Jesu. Lassen Sie sich jede Woche neu überraschen, wohin der Stern Sie führt und wie menschliches Handeln ein Licht aufgehen lässt.

Wie ein Mensch auf der unermüdlichen Suche nach dem neugeborenen Retter unter vielen Mühlseligkeiten trotzdem im Leben Jesu ankommt, zeigt eine alte russische Legende, die wir im Laufe der nächsten Wochen bis Ostern erzählen und gestalten wollen.

Immer noch haben wir selbst viel Freude daran, die Botschaft Jesu neu zu entdecken und Ideen zu sammeln, wie wir auf immer neue Weise Impulse geben können. Wieder laden wir Sie herzlich ein zu einem – oder mehreren – Spaziergängen zur Heiligenkirche, dem Kapellchen über Bockenheim und wünschen Ihnen ein gutes Ankommen.

Ihr Kapellchen-Team, Eva Kummermehr, Alexandria Pfeifer, Regina Muth

 

Ostern

Der kleine König blieb auf dem Hügel in der Nähe des Kreuzes. Er sah die Mutter des Gekreuzigten und seine Freunde, die um ihn trauerten und folgte ihnen, als sie ihn vom Kreuz abnahmen und in einem neuen Felsengrab beisetzten. Von der Ferne sah er zu, wie das Grab mit einem großen Felsbrocken verschlossen wurde und Soldaten es bewachten.

Auch am nächsten Tag ging er zum Grab. Er konnte sich nicht trennen, wollte die Hoffnung nicht aufgeben, die er in den Retter der Welt gesetzt hatte. Unruhig lief er durch die Straßen der Stadt, er fand keine Ruhe. In aller Frühe machte er sich am nächsten Morgen wieder auf den Weg zum Felsengrab. Zwei Frauen rannten ihm entgegen. Sie waren aufgeregt und außer sich. Was sie wohl erlebt hatten? Eilig lief er zum Grab. Schon von weitem leuchtete ihm ein Licht entgegen. War das wieder sein Stern? Das Licht schien aus dem offenen Grab. Eine wunderbare Freude und Zuversicht erfasste den kleinen König. Der Herr lebt! Er ist da! So wie der Messias, der Retter, den kleinen König auf seiner langen und mühevollen Suche begleitet hatte, war er auch jetzt bei ihm.

Ostern heißt: Jesus lebt! Er besiegt den Tod.

Es gibt keinen Grund zu verzweifeln,  Hoffnungslosigkeit und Trauer weichen einer Gewissheit, dass Gott unser Leben begleitet.  Wir können der Kraft Gottes trauen und auf seine Gegenwart bauen.

Deshalb können wir es wagen, unsere eingefahrenen Wege zu verlassen, neue Wege zu gehen. Deshalb dürfen wir zuversichtlich sein, dass Gott uns Kraft geben wird, damit wir die schier unüberwindlichen Sorgen und Ängste unserer Zeit annehmen können und uns tatkräftig einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit.

Karfreitag

Auferstehung

Die Stimme in seinem Traum, die ihn aufgefordert hatte: „Beeile dich, komm!“, und die Erinnerung an den Stern aus seiner Jugend trieben den kleinen König am Morgen aus dem Haus des Fischers. Er machte sich auf den Weg. Und da war er wieder, leuchtend und rot wie die Abendsonne am Himmel, sein Stern. Und wieder eilte er dem Stern nach bis in eine große Stadt. Viele Menschen hatten sich dort gesammelt, immer wieder wurden sie von Soldaten auseinander- getrieben. Eine seltsam bedrohliche Unruhe herrschte in den überfüllten Straßen. Der kleine König ließ sich von der Menge treiben und kam schließlich auf einen Hügel außerhalb der Stadtmauer. Beklemmende Angst überfiel ihn, als er drei Kreuze auf dem Hügel erblickte. Sein Stern war deutlicher denn je zu sehen. Er leuchtete über dem mittleren der Kreuze hell auf und erlosch. Der kleine König sah am Kreuz hinauf und der Gekreuzigte blickte ihn an.

In seinem Blick erkannte der König all die Qual, den Schmerz, das Leid, dem er auf seinem Weg begegnet war.Er sah aber auch all die Liebe und Güte dieses Menschen und er hörte in seinem Inneren die Stimme:       

„Du hast mich getröstet, als ich traurig und einsam war.
Du hast mich gerettet, als ich in Lebensgefahr war.
Du hast meine Wunden verbunden, als ich verletzt wurde.“

Der Mann am Kreuz schrie noch einmal auf; neigte sein Haupt und starb. Der kleine König aber erkannte: „Ecce Homo: Dies ist der Mensch, dies ist der König der Welt, den ich gesucht habe. Seinetwegen habe ich meine Heimat verlassen. Ihm bin ich begegnet in all den Menschen in Not. Ich habe ihn gefunden. Und eine tiefe innere Ruhe erfasste ihn.

Gott suchen heißt: Not sehen, stehen bleiben, helfen und unterstützen mit dem, was man zu geben hat. Es müssen keine „Edelsteine“ sein. Als der kleine König nichts mehr hatte, gab er seine Zuwendung. In der größten Dunkelheit kann das Licht Gottes heller aufleuchten. Im Kreuz ist Heil.

Palmsonntag

Als Landstreicher zog der kleine König weiter, bis er eines Tages am Hafen einer großen Stadt ankam. Vor einer großen Sklavengaleere blieb er stehen. Gerade prügelte ein Aufseher mit einer großen Peitsche einen Mann, um ihn als Sklave auf die Galeere zu treiben. Sklavendienst auf der Galeere war die Strafe, weil der Mann sich gegen die Tyrannei seines Herrn aufgelehnt hatte. Der kleine König konnte nicht zusehen. Inständig bat er den Aufseher um Gnade für den Mann, aber nichts half. Da bot er an: „Nehmt mich und lasst ihn bei seiner Familie.“

Der kleine König gab seine Freiheit auf für diesen unglücklichen Mann. An seiner Stelle wurde er an seinen Platz im Ruderboot gekettet,  gequält und musste unter furchtbaren Qualen dem unerbittlichen Takt des Aufsehers folgen und rudern. Er war den Launen des Aufsehers genauso ausgeliefert wie dem Sturm und den Gefahren des Ozeans.

Doch in diesen langen Jahren, in der schwersten Zeit seines Lebens, leuchtete auf einmal der Stern wieder auf. Nicht am Nachthimmel, sondern in seiner Seele. Er wurde sich gewiss, dass er trotz allem auf dem richtigen Weg war.  Obwohl er alt, krank und müde geworden war, verbitterte er nicht. Das Licht in seiner Seele brachte seine Güte zum Leuchten. Auch den Aufsehern und Mitgefangenen blieb dies nicht verborgen. Endlich schenkte man ihm die Freiheit. In einem fremden Land wurde er von Fischern aufgenommen.

In seiner ersten Nacht in der Freiheit träumte er von seinem Stern, dem er in seiner Heimat gefolgt war, um den König der Welt zu finden. Er hörte eine Stimme, die ihn rief: „Beeil dich, komm!“

Ausgerechnet in den Stunden tiefster Dunkelheit leuchtete dem kleinen König wieder ein Licht. Die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein, ließ Hoffnung und Zuversicht aufleuchten. Die innere Verbindung mit dem König, der die Welt besser machen sollte, war nie abgebrochen und gab dem kleinen König in seiner tiefsten Not die Kraft, nicht zu verzweifeln, nicht bitter zu werden, sondern gütig.

Lassen auch wir die Dunkelheit unserer Welt nicht überhand nehmen, sondern machen wir uns immer wieder auf den Weg der Barmherzigkeit und Güte, damit auch unser inneres Licht für andere leuchten kann. Wagen wir den Himmel!

6. Station

Nun hatte der kleine König also seinen letzten Edelstein verschenkt. Seine wertvollsten Schätze, die er ja eigentlich dem neugeborenen König der Welt schenken wollte, hatte er weggegeben, weil er die Not der Menschen auf seinem Weg anders nicht ertragen hätte. Verbittert fragte er sich, ob es überhaupt einen Sinn machte, weiter zu suchen nach dem Kind, in das er so viel Hoffnung gesetzt hatte. Selbst wenn er den König noch finden würde, wäre er zu spät.

Ohne seinen Reichtum konnte er sicher nicht zum neuen König der Welt kommen, niemand würde ihn annehmen. Der kleine König hatte keine Hoffnung mehr. So viel Leid bedrückte ihn. Sein Stern war nicht mehr zu sehen, alles war dunkel.Als er am Ende gar nichts mehr besaß, er musste nun selbst betteln, denn er hatte sogar sein Pferd hergegeben, schenkte er seine Zuneigung, seine Hilfsbereitschaft.

So half er einer alten Frau, ihre schwere Last zu tragen. Ein anderes Mal pflegte er einen Kranken, verbrauchte sein feines Tuch. Er half, wo er konnte und zog immer weiter durch die Welt. Verzweiflung, und auch die Frage, ob dieser große König der Welt überhaupt etwas bewirken könnte, wechselten sich ab mit Hoffnung. Aber der kleine König gab nicht auf. Tapfer wanderte er jahrelang weiter.

Auch in großer Bedrängnis immer weiter zu gehen, auch wenn die Hoffnung auf eine positive Veränderung immer geringer wird, nicht abzuweichen vom guten Weg, kann man nur, wenn man ein tiefsitzendes Vertrauen in die unergründliche Liebe Gottes in sich trägt.

Glaube, Liebe, Hoffnung sind es, die uns befähigen zum Durchhalten.

5. Station

In Begleitung seines treuen Esels mit nur noch einem Edelstein in der Tasche und den Stoffballen zog der kleine König immer immer weiter.

Da kam er in ein fremdes Land. Ein grausamer Krieg brachte den Menschen unermessliches  Leid und Elend. Die Landschaft war verwüstet, die Dörfer zerstört. Auf einem Platz stieß der gütige König auf eine Gruppe von Bauern, die von Soldaten auf einem Platz zusammengetrieben worden waren. Frauen schrien, Kinder weinten. An dieser grauenvollen Situation konnte der kleine König nicht vorbeigehen. Er holte seinen allerletzten Edelstein und kaufte damit die Männer los. So verhinderte er, dass die Soldaten die Männer töteten und das Dorf total zerstörten.

Der kleine gute König selbst aber war verzweifelt. Nun hatte er seinen Reichtum weggegeben, die Zeit lief ihm davon. Er gab die Hoffnung auf, rechtzeitig beim neuen großen und gerechten König der Welt anzukommen. Alles in ihm war dunkel und traurig.

Der Stern leuchtete nicht mehr. Er hatte die Orientierung verloren.

Trotzdem ging er einfach weiter, immer weiter.

Allzu aktuell und plötzlich auch real erkennen wir die Situation, in der sich der kleine König befindet. Wie gerne würden auch wir die Not der Menschen im Krieg beenden, sie loskaufen. Hilflos und ohnmächtig müssen wir zusehen, wie Menschen sterben, Frauen und Kinder hilflos fliehen vor der Grausamkeit eines Krieges.

Durch unsere Hilfe, den Glauben und unsere Gebete können wir Hoffnung machen, Orientierung geben, Stern sein.

4. Station

Immer weiter in Richtung Süden führte der Stern den kleinen König. Und immer karger wurde die Landschaft und immer unmenschlicher wurden die Zustände. Er konnte keine Spur der drei vornehmen Herren mehr entdecken, dafür aber immer größeres Elend und immer mehr hilfsbedürftige Menschen. „Hier wird der neue König wohl sehnlichst erwartet.“, dachte er. Da begegnete ihm in einer Stadt ein Trauerzug. Ein Sarg wurde zum Friedhof getragen und hinter dem Sarg lief eine Frau mit ihren Kindern. Ihre Verzweiflung konnte man spüren. Der kleine König sprach die Frau an und sie klagte ihm ihr Leid. Sie erzählte, dass sie arm war und ihre Schulden nicht bezahlen konnte. Keiner wollte ihr helfen, also würde sie mit ihren Kindern nach der Beerdigung als Sklavin arbeiten müssen. Voller Mitleid schenkte ihr der kleine König seinen zweiten Edelstein. So konnte sie sich ein Haus und Land kaufen und so für sich und ihre Kinder eine Heimat schaffen. Überwältigt vor Dankbarkeit weinte die Frau. Der kleine König aber machte sich wieder auf den Weg, immer dem leuchtenden Stern nach.

Manchmal sieht man, dass jemand große Sorgen hat, weiß aber nicht so richtig, wie man reagieren soll. Es braucht Mut und die richtigen Worte, den Menschen in Not anzusprechen, nach seinen Sorgen zu fragen. Fassen wir Mut! Vertrauen wir darauf, dass uns eingegeben wird, wie wir trösten und helfen können.

3. Station

Petrus verleugnet Jesus

Am nächsten Morgen wachte der kleine König nach tiefem Schlaf auf und bemerkte, dass die anderen Könige schon ohne ihn weitergereist waren. Noch bevor er sich ärgern konnte, hörte er das Jammern einer Frau und ein schwaches Wimmern eines Säuglings. In der Nähe des Feuers entdeckte er eine junge Mutter mit ihrem neugeborenen Kind. Ganz allein hatte die junge Frau ihr Kind geboren. Ohne Hilfe und Unterstützung lag  die arme Frau am Feuer, das die Könige am vorherigen Abend angezündet hatten. Sie hatte nichts bei sich, als das, was sie anhatte.

Dies berührte den kleinen König so sehr, dass er in eine nahe gelegene Herberge lief, um der Frau etwas zu essen und zu trinken zu holen. Außerdem nahm er den feinen Stoff, den er dem neugeborenen König der Welt bringen wollte, und schnitt großzügig ein Stück davon ab. Davon konnte die Frau Windeln für ihr Kind und Kleidung herstellen. Einen ganzen Tag lang kümmerte sich der kleine König um die Bettlerin und ihr Kind. Er wollte aber auch sein Ziel, den neugeborenen König der Welt zu begrüßen, nicht aus den Augen verlieren. Also verabschiedete er sich von der Bettlerin und schenkte ihr einen seiner drei Edelsteine. So konnte sie für sich und ihr Kind eine Zukunft aufbauen.

Die junge Mutter schenkte ihm in ihrer Dankbarkeit ihr Herz. Der kleine König aber entdeckte bald seinen Stern wieder und folgte ihm.

Auf unserem Weg durch die Zeit folgen wir unbeirrt unseren Zielen, oft ohne nach rechts oder links zu sehen. Dabei übersehen wir manchmal leider die Not, die an unserem Wegesrand existiert. Halten wir unsere Augen und Ohren offen! Lassen wir uns ein auf Umwege und Verzögerungen.

2. Station

Als der kleine gute König ein paar Tage unterwegs war, traf er drei vornehme Reisende, die ebenso wie er dem Stern folgten. Auch sie wussten, dass der Stern sie zu einem Platz führen sollte, an dem ein Kind geboren wurde. Sie wussten, dass dieses Kind der größte König, der weiseste Arzt und der höchste Priester aller Zeiten sei. Auch sie hatten Geschenke dabei: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der kleine König begleitete sie eine Weile und staunte über diese vornehmen und gebildeten Männer, obwohl er das meiste ihrer Gespräche nicht verstand.

1. Station

Eine alte russische und gerade heute wieder aktuelle Legende erzählt:

Im großen Russland lebte einst ein kleiner menschenfreundlicher König, der in seinem Land als gerecht und gütig bekannt war. Eines Morgens entdeckte er einen hellen Stern und er erinnerte sich an das Versprechen, dass solch ein Stern die Geburt des Königs aller Menschen ankündigen sollte. „Zu diesem Kind will ich reisen und es verehren!“, dachte er und packte passende Geschenke ein: Einige Rollen feinsten Leinenstoff und drei kostbare Edelsteine. Der kleine König packte sein Reittier und folgte dem Stern. Auf seiner Reise erlebte er so manches Leid und viel Elend und er spürte:

„Diese Welt braucht dringend den König aller Menschen, der
die Verfolgten schützen,
die Unterdrückten aufrichten,
die Gefangenen befreien,
die Kranken heilen und
den Gerechten zu ihrem Recht verhelfen wird.“

Webgeschreibung

Wegbeschreibung über Google Maps:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1DdxW2InOHTkyDhNrDWoNjOTIKt8n6fbp&usp=sharing

Die Kirche befindet sich in den Weinbergen und ist nur über Wirtschaftswege zu erreichen. Wir empfehlen daher, innerhalb von Bockenheim zu parken (z.B. in der Nähe der Kirche, Stiegelgasse 10) und den Rest zu Fuß zu gehen - und dabei die Landschaft und den Ausblick zu genießen. Entfernung ca. 900m, ca, 15 min stetig bergauf. 

Zum Nachlesen: Aktionen an der Heiligenkirche in den Bockenheimer Weinbergen

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