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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Elisabeth in Grünstadt gehören.

Bockenheim

St. Aegidius

St. Lambert

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Boßweiler

St. Oswald

Vierzehn Nothelfer

Mariä Himmelfahrt

St. Barbara

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Dirmstein

St. Laurentius

St. Jakobus

St. Bartholomäus

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Grünstadt

St. Peter

St. Valentin

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Kirchheim-Bissersheim

St. Johannes der Täufer

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Sausenheim-Neuleiningen

St. Stephanus

St. NIkolaus

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Adventszeit an der Heiligenkirche auf dem Bockenheimer Berg

Auch in diesem Advent laden wir wieder ein, sich mit unseren Darstellungen, Erzählungen und Impulsen am „Kapellsche“ auf die Advents-und Weihnachtszeit einzustimmen. Jede Woche wird es eine neue Darstellung und eine neue Erzählung geben.

Ochse und Esel sind seit dem 4. Jahrhundert Teil der Krippendarstellungen, obwohl sie in den Weihnachtsevangelien nicht vorkommen.

Bereits der Prophet Jesaja schrieb: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn“.

Stellt man sich die Ereignisse rund um die Geburt Jesu bildlich vor und weiß man um den Alltag der damaligen Zeit, ist es nachvollziehbar, dass ein Lasttier wie der Esel die junge Familie begleitete, in ihrem Alltag und vor allem auf ihrer Reise unverzichtbar war.

 

Lassen wir also in diesem Jahr einmal den Esel erzählen, wie er die Ereignisse rund um Ankunft des Messias wohl  wahrnahm.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr Kapellchen-Team

Josefs Esel erzählt

Mein Herr Josef, ist ein guter Mann und er war so glücklich, als er sich mit dem jungen Mädchen Maria verlobte. Das ganze Haus musste vorbereitet werden auf die kommende Hochzeit. Alles war fröhlich und freute sich darauf, dass eine Braut hier einziehen würde.
Mitten in dieser Zeit voller Freude und Erwartung  kam Maria mit einer schockierenden Nachricht. Sie erwartete ein Kind! Josef konnte nicht der Vater sein, da er noch nicht mit Maria zusammenlebte.
Welch ein Schock! Josef war so enttäuscht und traurig. Er wollte Maria nicht schaden und dachte an Trennung. Was sollte er nur tun?
Da hatte er einen Traum. Ein Engel erschien ihm und sagte: „Nimm Maria zu dir, das Kind, das sie erwartet, ist ein Kind des Heiligen Geistes. Maria wird einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus nennen sollst. Er wird das Volk Gottes retten.“
Weil mein Herr Josef ein gerechter und gottesfürchtiger Mann ist, nahm er seine Verlobte Maria zu sich. Wir alle kümmern uns jetzt um diese junge Frau und ich strenge mich ganz besonders an, trage ihre schweren Lasten.
Josef, ein gerechter Mann aus dem Hause Davids, ein Handwerker und sicher fest in der Realität verankert, erlebt eine große Enttäuschung, muss erkennen, dass seine Braut ein Kind erwartet, das nicht seines ist. Seine erste Reaktion, sich zu trennen, ist nur allzu verständlich.
Als er dann aber im Traum den Auftrag des Engels erfährt, entscheidet er sich, das Kind wie sein eigenes anzunehmen und vertraut auf die Worte des Propheten: Dieses Kind wird der „Gott mit uns“ sein.
Gegen jeden Realitätssinn und wohl auch gegen das Gerede der Menschen ist Josef bereit, zu Maria und dem Kind zu halten. Geben auch wir Gott die Chance, unsere Antennen feiner auszurichten, über das Vernünftige, Machbare hinaus, um Visionen real werden zu lassen. Auch wenn Frieden im Moment kaum vorstellbar ist, halten wir fest an der Vision, dass Friede möglich ist und tun alles für den Frieden.
Auch wenn eine Umkehr des Klimawandels unmöglich erscheint, halten wir fest an der Vision, dass Menschen und Völker zur Einsicht kommen, ein vernünftiger Umgang mit unseren Ressourcen möglich wird und verhalten uns entsprechend.

Der Kirchenchor aus Bockenheim bestärkt diese Aussage mit seinem Lied:

 „Wir sind Gottes Kinder“

 

 

 

Der 2. Advent: Maria besucht Elisabet

Der Esel erzählt am 2. Advent

Nun gehört Maria also zu Josef und damit ist sie auch meine Herrin. Ich muss gut auf sie aufpassen, sie ist ja noch so jung und dazu noch schwanger!

Jetzt hat sie sich in den Kopf gesetzt, ihre Verwandte Elisabet zu besuchen. Und wer muss wohl mit?   Ich natürlich. Klar, ich kann sie ja nicht alleine den weiten Weg durch das Gebirge wandern lassen. Schließlich hat sie eine ganze Menge Gepäck dabei. Das werde ich schleppen. Möchte nur wissen, was in den Bündeln alles drin ist. Die Elisabet ist ja schon alt und lange verheiratet. Kinder hat sie auch keine. Möchte nur wissen, was man der alles mitbringen muss! Sicher werden die beiden Frauen den ganzen Tag reden, alle Neuigkeiten und Gerüchte austauschen. Und wer kümmert sich dann um mich? Oh je, mir graut schon. Ob die auch Tiere haben und mir einen guten Platz anbieten? Solch eine unnötige Reise.

Also jetzt muss ich aber Abbitte leisten! Im Bündel waren Sachen für ein Baby! Ich hab gedacht, ich seh nicht recht! Elisabet, diese alte Frau, kriegt ein Baby! Und ihrem Mann Joachim hat es direkt die Sprache verschlagen! Der spricht kein Wort. Kein einziges Wort, sag ich euch!

Kein Wunder, dass Maria dahin musste. Zwei Schwangere: eine eigentlich zu alt zum Kinderkriegen und die andere noch sehr jung und man munkelt, Josef ist gar nicht der Vater, sondern der Geist Gottes ließ dieses Kind entstehen. Schon heftig!

Das ist aber nicht alles.  Als die beiden sich begrüßen, ruft Elisabeth voller Freude ganz laut:

„Du bist willkommen! Und willkommen ist dein Kind! Mein ungeborenes Kind hüpft voller Freude in meinem Bauch, denn die Mutter meines Herrn und Gottes kommt zu mir!“

Maria sang Gott ein Loblied und blieb drei Monate bei Elisabeth und ich natürlich mit ihr.

Ich glaube, schon damals hat Elisabets Sohn Johannes gespürt, dass Marias Kind der von Gott gesandte Retter ist. Er war es dann, der Jesus, dem Messias, den Weg bereitete und den Menschen als Prophet zusprach:

Rettung ist möglich, ihr müsst aufhören, Unrecht zu tun, denn Gott ist barmherzig.

Wenn der Messias kommt, werden Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige rein werden.

Arme hören die Frohe Botschaft.

Lassen auch wir uns dies immer wieder sagen: Hören wir auf, Unrecht zu tun, denn Rettung ist möglich. In den letzten Jahren, in denen eine Katastrophe nach der anderen über uns hereinbrach – und kein Ende ist abzusehen – brauchen wir die Zusage der Barmherzigkeit Gottes. Rettung ist möglich. 

Zum Nachlesen: Aktionen an der Heiligenkirche in den Bockenheimer Weinbergen

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